Die Matthiaskapelle
Eine Führung zum Tag des offenen Denkmals
Die Matthiaskapelle verbindet auf faszinierende Weise unterschiedliche Ausprägungen spätstaufischer Architektur aus dem 13. Jahrhundert mit den Bemühungen des preußischen Königs 600 Jahre später um den Erhalt mittelalterlicher Prachtstücke in ihrer Rheinprovinz. Ursprünglich vielleicht als Aufbewahrungsort für das Haupt des Hl. Matthias erbaut, erlebte die Kapelle eine wechselhafte Geschichte. Diese hätte wohl im 19. Jahrhundert mit dem völligen Verfall des Gebäudes geendet, wäre es nicht von Preußen gekauft worden und Friedrich Wilhelm IV. bei einem Besuch 1836 der kulturhistorische Wert der Kapelle ins Auge gefallen. Der preußische Kronprinz (ab 1840 König) beauftragte den eng mit Karl Friedrich Schinkel zusammenarbeitenden Koblenzer Architekten Johann Claudius Lassaulx, das Kirchlein aufs Schönste zu restaurieren. Damit war die Grundlage geschaffen, eine der interessantesten Sakralbauten des Rheinlandes für die Gegenwart zu erhalten. Die Geschichte und die Geschichten rund um die Kapelle werden in einer interessanten 45-minütigen Führung erzählt.
Veranstaltungsort: Matthiaskapelle Kobern-Gondorf
Treffpunkt: vor der Kapelle
Dauer: ca. 45 Minuten
Kosten: Anlässlich des Aktionstages kostenfrei
Anmeldung: nicht erforderlich
