Willkommen auf den Ruinen der Nieder- und Oberburg

Etwas unterhalb von Oberburg und Matthiaskapelle erhebt sich inmitten von Weinbergen die im 12. Jahrhundert errichtete Niederburg. Die Burg war schon früh Mittelpunkt der Streitereien zwischen dem Geschlecht der Isenburger und dem Trierer Erzbischof. Denn der Erzbischof hätte den Bau eigentlich genehmigen müssen. Aber man hatte ihn leider nicht gefragt …

Zusammen mit der etwa 50 Meter höher gelegenen Oberburg und der Matthiaskapelle bildet die Niederburg ein einmaliges historisches Ensemble in exponierter Lage.

Die Burgruinen sind ganzjährig und kostenfrei begehbar.

Kein Winterdienst vor Ort.


 

Adresse
Nieder- und Oberburg Kobern
56330 Kobern-Gondorf

Die Ruinen der Nieder- und Oberburg sind Einrichtungen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Burgen Schlösser Altertümer, www.gdke.rlp.de

Zug
Kobern-Gondorf erreichen Sie mit Zügen der Deutschen Bahn auf der Moselstrecke (Koblenz-Trier). Der Regional-Express benötigt von Koblenz bis Kobern-Gondorf 11 Minuten (von Trier 71 Minuten).

Zu Fuß
Ab dem Mühlental erreichen Sie die Niederburg zu Fuß über einen steil ansteigenden Waldweg in ca. 15-20 Minuten. Von dort aus führt ein Kreuzweg zur Oberburg mit der Matthiaskapelle.

Auto, Motorrad oder Bus
Sie erreichen die Kobern-Gondorfer Nieder- und Oberburg über die A48 von Koblenz kommend (in Richtung Trier) über die Ausfahrt Ochtendung (Nr. 8). Über die A61 aus nördlicher Richtung kommend, nehmen Sie die Ausfahrt Plaidt (Nr. 36) und fahren in Richtung Ochtendung über die L117 nach Kobern-Gondorf. Kommen Sie über die A61 aus südlicher Richtung, so nehmen Sie die Ausfahrt Koblenz/Dieblich (Nr. 39) in Richtung Koblenz-Moselweiß/ Dieblich und fahren auf die B411. Durchqueren Sie Dieblich und fahren Sie links weiter auf die B49 und über die Moselgoldbrücke nach Kobern-Gondorf.

Eine Parkmöglichkeit befindet sich vor der Auffahrt zu den Burgen im Mühlental. Direkt unterhalb der Oberburg befindet sich ein kleiner, für Busse nicht geeigneter Parkplatz.

Das Restaurant auf der Oberburg ist derzeit geschlossen.

Auf einem Bergrücken oberhalb des Moselortes Kobern gelegen, befinden sich die Ruinen der Nieder- und Oberburg.

Beide Burgen entstanden vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts. Dabei konnte bis heute nicht geklärt werden, welche der beiden Anlagen die ältere ist. Fassbar werden beide im letzten Jahrzehnt des 12. Jahrhunderts im Rahmen einer Aus­einandersetzung um die Besitzrechte an beiden Anlagen zwischen Gerlach I. von Isenburg-Kobern und dem Erzbischof von Trier. Der Streit um den Besitz der Burgen zog sich bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts hin, ab dann befanden sie sich endgültig im Besitz des Trierer Erzbischofs. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts lassen sich noch Unterhaltsmaßnahmen an der Niederburg nachweisen. Die Oberburg wurde wohl schon im 15. Jahrhundert allmählich dem Verfall preisgegeben. Erst als französischer und dann preußischer Staatsbesitz gingen beide Burgen 1948 in das Eigentum der rheinland-pfälzischen Schlösserverwaltung über.

Die Niederburg ist durch ihren trapezförmigen, dreigeschossigen Bergfried aus dem späten 12. Jahrhundert weithin sichtbar. Bemerkenswert ist der gute Zustand einer Abortanlage am Bergfried. Gebäudereste an der Ringmauer sowie das Überbleibsel eines mehrgeschossigen, spätgotischen Palas lassen die einstige Schönheit der Ruine erahnen.

Die Oberburg befindet sich auf einem ovalen Felsplateau oberhalb der Nieder­burg. Ihre stark ruinösen Ringmauerreste stammen zum Teil noch aus romanischer Zeit. An der Nordseite sind Spuren eines Wehrgangs und von Gebäuden zu er­kennen. Wie auf der Niederburg, schützte ein Bergfried aus dem 12. Jahrhundert die Burganlage vor Angreifern. Neben dem Bergfried errichtete man in den Jahren 1989 bis 1991 ein sogenanntes Wärterhaus an einer Stelle, die bereits im Mittelalter mit einem Wohnhaus bebaut war. Es beherbergt heute ein Restaurant.

Gemeinsam mit der Matthiaskapelle bilden die beiden Burgen ein höchst malerisches Bau- und Landschaftsensemble.

Hausordnung
Wie verhalte ich mich richtig auf einer historischen Anlage? Mehr Informationen in der Hausordnung.

Hinweise zur Barrierefreiheit
Aufgrund der historischen Situation ist es leider nicht möglich, die Burgruinen barrierefrei zu erschließen.

Büro für Touristik und Kultur Kobern-Gondorf
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